Zwischen Motorhaube und Kofferraum

Senioren des Turnclubs Kreuzau besuchten die Ford-Werke.

Köln. Im April besuchten die Senioren des Turnclubs Kreuzau unter Leitung ihres Ausschussvorsitzenden, Dieter Simons, die Ford-Werke in Köln.

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Die zweistündige Werksbesichtigung in einem vollverglasten kleinen Elektrozug startete in der Blechbe- und -verarbeitung. Angefangen von kleinen Knotenblechen und Holmen bis zu Kotflügel und Motorhaube werden dort alle Blechteile gestanzt und von riesigen hydraulischen Pressen in Form gebracht. In der zweiten Abteilung schweißen Roboter die einzelnen Teile zusammen. In der gesamten Produktion sind knapp 1.000 dieser Maschinen im Einsatz.

Mehr als die etwa 760 Menschen, die hier arbeiten. Insgesamt laufen täglich 1.800 Autos in drei Varianten vom Band. Weiter ging es in die von weniger Lärm geprägte Halle für den Zusammenbau. Hier harmonieren Menschen und Maschinen in eindrucksvoller Weise miteinander. Aus allen Ecken und Ebenen werden Einzelteile auch über die Köpfe der Besucher hinweg transportiert. Kotflügel, Motorhauben, Kofferraumdeckel und Türen werden vollautomatisch zu einer Einheit zusammengefügt. Danach geht es zum Lackieren, wo aus Sicherheitsgründen Besucher keinen Zutritt haben.

 

Im nächsten Abschnitt werden die Komponenten für den Innenausbau zusammengefügt. Allein ein Armaturenbrett besteht aus etwa 1.000 Teilen. Nun fehlen noch Motor, Getriebe und Hinterachse. Die werden vormontiert auf einer riesigen Plattform angeliefert, während aus der oberen Ebene die Karosserie einschwebt. Zwei gigantische Montageroboter bauen die Einheiten ein. Diesen Vorgang nennt man auch „Hochzeit“. Letzte Station war die Endkontrolle, wo Öle, Hydraulikflüssigkeit und Benzin eigefüllt werden, bevor das Auto zum Versand bereit gestellt wird. Es war für alle Beteiligten des Turnclubs ein beeindruckendes Erlebnis. So mancher wird beim Besteigen seines Autos, dies künftig mit anderen Augen sehen.